Pfiffige Ideen haben gute Chancen auf eine Förderung, denn sie sind besonders in Krisenzeiten wie der aktuellen sehr gefragt. Voraussetzung ist, dass sie eine zukunftsfähige Entwicklung voranbringen. Gerade in ländlichen Regionen hat sich in den letzten Wochen gezeigt, wo Verbesserungsbedarf besteht. Allgemein ist die Bedeutung von Produktion und Einkauf vor Ort wieder stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Aber auch neue Dienstleistungsangebote und bürgerschaftliche Aktionen gewinnen gerade an Bedeutung.

Noch mehr als 100.000,- € Fördermittel für dieses Jahr zur Verfügung

Die LEADER-Aktionsgruppe Mittelbaden unterstützt innovative Ideen für kleinere Projekte dieser Art mit  Fördermitteln. Dafür stehen dieses Jahr noch mehr als 100.000,- €  zur Verfügung. Die letzten Anträge müssen bis spätestens 29.05.2020 (Stichtag) dem LEADER-Regionalmanagement in Baden-Baden vorliegen. Denn alle Projekte müssen noch bis zum Jahresende umgesetzt werden.

23 Projekte innerhalb der letzten sechs Monate unterstützt

„Die Entwicklung beim Regionalbudget ist sehr erfreulich“, so Regionalmanagerin Dr. Antje Wurz. „Dabei steht uns diese Fördermöglichkeit er seit Herbst 2019 zur Verfügung. Seit Oktober haben wir aus diesen Mitteln 23 Projekte mit einem Fördervolumen von insgesamt rund 180.000,- € unterstützt.“ Das Verfahren sei im Vergleich zur regulären LEADER-Förderung viel einfacher, so dass die Antragsteller nach der Förderzusage durch die LEADER-Aktionsgruppe in der Regel sehr schnell mit der Umsetzung beginnen könnten. Unter den bisher geförderten Projekten seien Warenautomaten, Landschaftspflegegeräte, Vorhaben zur Förderung des Vereinslebens, Dorfverschönerungsmaßnahmen, eine Ölmühle zur Lohnpressung und kleinere touristische Projekte wie ein historischer Rundweg. Auch eine Pasteurisierungsanlage in der Dorfkelter Reichental und ein bürgerschaftliches Gemeinschaftsgartenprojekt in Vimbuch erhielten Unterstützung aus dem Regionalbudget. „Es ist uns wichtig, mit diesen Mitteln Ideen zu unterstützen, die aus der Dorfgemeinschaft kommen“, bekräftig der Vorsitzende der LEADER-Aktionsgruppe Claus Haberecht.

Die Bildergalerie zeigt die Bandbreite der Fördermöglichkeiten.

Wer kann gefördert werden?

Die Mittel für das Regionalbudget stammen vom Bund und dem Land Baden-Württemberg. Die werden aus dem Rahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“, kurz GAK, finanziert. 10 % des Budgets steuert die LEADER-Aktionsgruppe selbst bei. Förderfähig sind nur kleine Projekte ab mindestens 625,- € bis höchstens 20.000,- € Nettokosten. Kommunen, Vereine, natürliche und sonstige juristische Personen und Personengesellschaften können die Fördermittel beantragen. Auch kleine Gewerbebetriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern und weniger als 2 Mio. Euro Jahresumsatz sind antragsberechtigt. Der Fördersatz beträgt für alle Antragsteller und alle Projekte einheitlich 80 %. Nur investive Vorhaben und die Anschaffung von dauerhaften Gegenständen sind förderfähig. Bei Vereinsprojekten und im Rahmen von bürgerschaftlichem Engagement können unter bestimmten Voraussetzungen zusätzlich auch Eigenleistungen gefördert werden.

Pfiffige Ideen haben besonders gute Chancen

Eine wichtige Voraussetzung für die Förderung ist, dass sich die Projekte einem der vier GAK-Förderbereiche „Dorfentwicklung“, „ländliche Infrastrukturmaßnahmen“, „Kleinstunternehmen der Grundversorgung“ und „Einrichtungen für lokale Basisdienstleistungen“ zuordnen lassen. Sie müssen außerdem die Ziele der LEADER-Region auf einem der fünf Handlungsfelder unterstützen. Pfiffige Ideen haben besonders gute Chancen. Nähere Informationen sind in der Geschäftsstelle erhältlich, Antragsunterlagen finden Sie hier. Es empfiehlt sich, vor der Antragstellung einen Beratungstermin zu vereinbaren, um die Bedingungen der Förderfähigkeit und das Vorliegen der Antragsvoraussetzungen abzuklären.