Der Neuweierer Mauerberg mit seinen jahrhundertealten Trockenmauern und Kleinterassen ist ein herausragendes Kulturdenkmal der Ortenau. Da der Mauerberg bei den in den 60er und 70er Jahren durchgeführten Flurbereinigungen ausgespart wurde, veranschaulicht er bis zum heutigen Tag jedem Besucher des Reblands, wie mühevoll und mit welchem Aufwand die hiesigen Winzer klimatisch und geologisch herausragende Orte für den Rebanbau urbar gemacht haben.

Wegen der besonderen Bedeutung der Trockenmauern für die Reblagen in der LEADER-Region Mittelbaden wurde zu Beginn der Förderperiode 2016 ein „Entwicklungskonzept für brachfallende Reblagen und die Sanierung von Trockenmauern“ für die LEADER-Region Mittelbaden Schwarzwaldhochstraße in Auftrag gegeben.

Das hier beschriebene Projekt „Schautrockenmauer am Mauerberg“ ist ein Folgeprojekt dieser Konzeption und zeigt die erhebliche Bedeutung der Mauern auch für die Flora und Fauna im Rebland. Da der Mauerberg mit seinen Terrassen für Besucher kaum oder nur schwer begehbar ist, ist eine eingehende Beschäftigung oder auch nur nähere Betrachtung dieser besonderen Art der Rebanlage bisher allerdings nicht möglich.

Gegenüber den Gebäuden der Baden-Badener Winzergenossenschaft und dem Tourismusbüro, direkt an der Badischen Weinstraße und unterhalb des Mauerbergs gelegen, soll rechts und links einer Grundstückseinfahrt je eine Schautrockenmauer errichtet werden. Die Mauern sollen als „offene Baustelle“ die einzelnen Bestandteile bzw. Lagen einer Weinbergtrockenmauer in historischer Bauweise zeigen und die Bedeutung der Trockenmauern für das Kleinklima, Flora, Fauna und die Qualität des Weines anschaulich erklären. So können weininteressierte Touristen und einheimische Besucher an dieser exponierten Lage, mit unmittelbarem Bezug zum Mauerberg, alle relevanten Informationen auf bequeme Art und Weise und mit relativ geringem zeitlichen Aufwand auf anschauliche Weise erfassen. Sie sollen sich dadurch stärker mit der typischen Landschaft befassen  und so einen besseren Bezug dazu erhalten, genauso wie ganz allgemein zum Produkt Wein. Das Bewusstsein für diese besonderen Biotope und die Notwendigkeit für deren Pflege und Erhalt soll so geweckt werden. Die Schautrockenmauern könnten darüber hinaus als Ausgangspunkt für weitergehende touristische Angebote wie historische Wanderungen dienen und für die umweltpädagogische Arbeit mit den Schul- und Kindergartenkindern der umgebenden Orte genutzt werden.

Projektträger: Privat

Projektstatus: beschlossen Juni 2018

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