Die Geiserschmiede ist ein Denkmal handwerklicher und kultureller Tradition in Bühlertal. Nachdem die Mühle mehr als 300 Jahre lang als Mahlmühle betrieben wurde, wurde sie Ende des 19. Jahrhunderts im Zuge der Industrialisierung zur Hammerschmiede umgebaut, in der dann bis 1961 Werkzeuge für die Land- und Forstwirtschaft hergestellt wurden. Mit großem ehrenamtlichen Engagement wurde das Mühlgebäude seit 1996 umgebaut und restauriert und konnte dann 1999 als Museum wieder eröffnet werden. Bis heute sind viele ehrenamtliche Helfer und Unterstützer im Museum aktiv. Sie investieren Arbeitsstunden in handwerkliche Arbeiten zum Erhalt und Ausbau des Museums oder bringen Ausstellungsgegenstände, wertvolle Informationen oder konzeptionelle Ideen zur Weiterentwicklung des Museums ein. Außerdem betreuen sie das Museum während der regulären Öffnungszeiten, während die pädagogische Arbeit mit angemeldeten Besuchergruppen und Schulklassen von einer professionellen Museumspädagogin übernommen wird.

Über das LEADER-Programm soll jetzt die Ausstellung im Obergeschoss des Heimatmuseums mit einem interaktiven und innovativen museumspädagogischen Ansatz erneuert und dadurch die regionale Identität gestärkt werden. Im Zentrum steht das Begreifen der Heimatgeschichte „mit allen Sinnen“. Die Ausstellungsgegenstände in den einzelnen Themenräumen sollen dazu mit typischen Geräuschen oder Gerüchen erfahrbar gemacht werden (z.B. Waldgeräusche und Geruch nach frisch gesägtem Holz im Waldraum). Multimediale Elemente in den Ausstellungsräumen ergänzen das Konzept und sollen eine auf die verschiedenen Besucher und Besuchergruppen zugeschnittene, individuelle Information ermöglichen.

Projektträger: Gemeinde Bühlertal                                                                                                                          Projektstatus: Bewilligt, Projektbeginn September 2017